Hortpädagogik hat für die Zielgruppe der 6-14 Jährigen denselben Stellenwert wie Konzepte zum Krippen- und Kleinkindalter. Die Kinder sind mit der Bewältigung ebenfalls sehr komplexer Entwicklungszusammenhänge beschäftigt. Diese fordern zeitweise, fördern zeitweise, überfordern zeitweise. Vor allem die hohen schulischen Anforderungen sowie die Erfahrungen in der peer-group (Gleichaltrigengruppe) bestimmen nun die Lebenswelt. Die weitere Loslösung vom Familienhaus/- Elternhaus bedeutet ebenfalls eine Erhöhung des Konfliktpotenzials für das Kind.

Kinder im Grundschulalter dürsten danach, ihren Erlebens- und Erfahrungshorizont erweitern.

Dies betrifft beispielsweise die Bereitschaft, im Alltag Verantwortung zu übernehmen bzw. Selbstständigkeit zu erproben. Der natürliche Bewegungsdrang sucht altersentsprechend größere Herausforderungen. Vor allem jedoch forschen die Kinder nun bewusster nach ihrer Identität, indem sie verschiedene Rollen in der peer- group ausprobieren, aufrecht halten, umorganisieren und Konsequenzen seitens der Gruppe (Anerkennung- Ablehnung) in ihre Seinsweisen integrieren müssen.

Für all die Themen der Kinder möchten wir fundierte AnsprechpartnerInnen sein. Es ist uns sehr wichtig, für eine pädagogische Qualität unseres Handelns einzutreten, die jedes Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen wahrnimmt und in Hinblick auf seine persönliche Weiterentwicklung begleitet.